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Nachhaltige Mode

Meine Leidenschaft aus etwas Altem etwas Neues zu machen entspringt nicht nur einer gewissen Konsumverweigerung, sondern auch dem Wunsch nachhaltiger zu leben. Schnelle Trends waren noch nie etwas für mich, das heißt ich versuche  Sachen zu kaufen, die ich über mehrere Jahre hinweg anziehen kann. Die Betonung liegt auf versuchen: Ich schaffe das leider auch nicht so konsequent, wie ich mir das wünsche. Allzu oft werde ich auch in Versuchung geführt doch ein Trendteil haben zu wollen… Gebrauchsgegenstände wie Kleidung nutzen sich zwar ab oder entsprechen nicht mehr dem modischen Geschmack, aber wenn das Material gut genug ist, dann birgt es mindestens noch ein weiteres Leben in sich. Auf diese Weise werden Ressourcen geschont, das heißt um ein neues Kleidungsstück herzustellen, muss ich nicht einen Stoffhändler finden, der mir qualitativ hochwertigen, aber neu hergestellten Stoff verkauft, sondern ich verwende was sowieso schon da ist. Dass genug da ist, belegen diese Zahlen: „Jährlich sortieren Haushalte in Deutschland mehr als 1,5 Milliarden Textilien aus – dies sind pro Person mehr als 12 Kleidungsstücke. Insgesamt werden 750.000 Tonnen Altkleider …

Interview mit Reinhard

Ausgemacht war, dass ich ein halbes Stündchen vorbei komme und wir kurz über die Hosen reden. Geblieben bin ich dann fast den ganzen Nachmittag und Reinhard hat mir seine riesige Bibliothek gezeigt, hat mich wertvolle Künstlerbücher anschauen lassen und mir viel erzählt. Er hat mich in eine ganz eigene Welt entführt und wir haben tatsächlich Gemeinsamkeiten in unseren beiden „Interessensgebieten“ gefunden. Hier ist also ein Auszug aus dem sehr langen Gespräch mit Reinhard Grüner, 64 Jahre, Besitzer der weltgrößten Sammlung an Künstlerbüchern, darunter Andy Warhol, Robert Mapplethorpe und Roy Lichtenstein. Hauptberuflich ist er Lehrer für Geschichte und Englisch, sowie stellvertretender Schulleiter. Wie sind sie dazu gekommen diese Kunstbücher zu sammeln? Ist das beruflich oder einfach ein Hobby? Überhaupt nicht, ich habe 1975/76 in England studiert und war Stipendiat des Deutschen akademischen Austauschdienstes und da sind wir an einem Tag mit einem Freund an die Ostküste gefahren und da gab es so einen kleinen Laden in Whitstaple hieß der Ort, und da hab ich ein kleines Buch gefunden „An dissertation upon roast pig“ also „Abhandlung über …